Zukunftsüberlegung für das 21. Jahrhundert

Das Zusammenleben im 21. Jahrhundert der sieben Milliarden Menschen auf unserer Erde muss sich weiterentwickeln, wenn es friedlich, glücklich und natürlich bleiben soll.

Zum ersten Mal seit der menschlichen Existenz haben die Menschen es (leider) geschafft, unsere Zusammenleben auf dem Globus in Gefahr zu bringen.

Wir müssen unser Verhalten ändern, wenn wir uns selbst nicht vernichten wollen.

Die meisten Menschen auf der Erde sehen das inzwischen genauso.

Der überwiegende Wohlstand, der durch die 1.-3. industrielle Revolution in den zurückliegenden zweieinhalb Jahrhunderten möglich geworden ist, steht auf dem Prüfstand.

Fakt ist, dass wir weit über unseren Verhältnissen leben. Wir entnehmen der Erde zu viele Rohstoffe und verseuchen sie mit unseren Abfallprodukten.

Das Ausmaß ist derartig groß, dass sich die Klimatemperatur erhöht, wodurch das Eis der Pole verstärkt abschmilzt und unser Wetter durcheinanderbringt. Folgen sind Dürren, Überschwemmungen, Stürme in bewohnten Regionen, wie man sie in ihren Erscheinungen bisher nicht kennengelernt hat.

Die Haupteinflüsse auf unser Leben werden existenziell bleiben - so wie sie immer waren (siehe Schautafel).

Alleine nach dem Motto „zurück zur Natur“ weiterleben, kann nicht mehr gelingen. Dafür hat der Mensch schon zu viel verändert.
Vielmehr sind die vier Haupteinflüsse mit all dem Wissen, was sich die Menschen inzwischen erarbeitet haben, in eine gesicherte Zukunft zu führen, wobei allerdings die Wieder-Annäherung an die Natur die Orientierung sein muss.

Frieden auf Erden fängt bei jedem Menschen an.

Jeder kann daran mitarbeiten und mit all den inzwischen erworbenen Kenntnissen über das richtige Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele sich persönlich verbessern.


Dadurch werden zwischenmenschliche Konflikte und Konflikte mit der eigenen Person immer weniger bis es endlich keine Kriege mehr gibt.

 

Wir können den Energie-vergeudenden Aufrüstungswahn endlich stoppen und immer besser in der Abrüstung werden.

Unsere wichtigsten Errungenschaften im Laufe der Zivilisation sind herauszustellen, zu bewahren und weiter zu optimieren.

Etwa das Deutsche Grundgesetz, gerade 70 Jahre alt geworden, das wahrscheinlich in dieser vorbildlichen Form nur durch die schlimmen Leiden des 2. Weltkrieges entstehen konnte.

Oder die vielen guten Produkte, zustande gekommen durch den menschlichen Erfindungsgeist. Alle gehören sie allerdings auf den Nachhaltigkeit-Prüfstand, und zwar in technischer und ethisch-moralischer Hinsicht.

Wir werden eine Hitliste machen können, welche dort hineingehören.

Soweit eine Hypothese, die mehr oder weniger von vielen Menschen geteilt werden wird. Man wird sehen.

Aber hier geht das ganze Dilemma des Zusammenlebens schon los unter den Menschen.
Sieben Milliarden Egoismen, oft vereinigt in Interessen-Gemeinschaften, von ganz klein bis hin zu Staaten, prallen aufeinander.

Die Bereitschaft der Menschen, sich geistigen Zielen unterzuordnen, etwa den 10 christlichen Geboten, wird immer weniger.
Geistige Strömungen, die letztlich auch die vorgenannten Notwendigkeiten teilen, bekämpfen sich in Kriegen, jahrzehntelang.

In all den zurückliegenden Jahrhunderten haben die Menschen Kriege geführt. Immer wollte ein großer Egoist der Sieger sein.
Friedfertige Lebensgemeinschaften über einen langen Zeitraum gehören zur Seltenheit.

Gefragt für die Zukunft ist eine wesentliche größere Vernunft als bisher.

Viele Menschen auf der Erde glauben an eine wie auch immer geartete höhere (göttliche) Instanz.

Wir werden uns irgendeiner höheren Führung unterordnen müssen, um ein Höchstmaß an Gemeinsamkeit entwickeln zu können.
Nur diese Gemeinsamkeit wird unser irdisches Leben bewahren:
Wir sind inzwischen eine Schicksalsgemeinschaft.

Es gibt viele Leugner dieser These. Es sind Menschen, die nur an ihr eigenes Wohl denken.

Verhaltensänderungen der Menschen sind also gefordert, wenn man das Leben auf der Erde nicht ernsthaft gefährden will.

Solche notwendigen Veränderungen / Anpassungen wurden in der Vergangenheit meist erst durch großes Leid bewirkt oder (selten) durch die Aussicht auf großen Erfolg (etwa Goldsucher).
Neu im 21. Jahrhundert müsste mehr Vernunft hinzukommen.

Aktuell sieht es - wieder einmal – eher nach Leid als treibende Kraft aus. Das Leid ist und wird es verstärkt werden, die Angst der Selbstvernichtung auf dem Globus.

Zwei Lösungswege bestehen: Entweder mehr Vernunft oder der gewohnte Weg, der in die Selbstvernichtung führt.

Letzterer wird die Menschen um einige Milliarden dezimieren.

Danach wird man einige Jahre wie gewohnt weiterleben können.
Allerdings werden in immer kürzeren Zeitabständen noch grausamere Kriege eintreten, denn an der grundsätzlichen Denk- und Handlungsweise der Menschen hat sich noch immer nichts geändert, und die Menschen werden sich weiter so vermehren wie bisher. Parallel dazu nehmen die natürlichen Ressourcen weiter ab.

Der zweite Lösungsweg, mehr Vernunft, bleibt die Alternative.

Noch sind -global gesehen -keine größeren Bemühungen für diesen Wege erkennbar.

An den Zielen, kein Plastik, Verzicht auf das Auto usw., versuchen aber schon immer mehr Menschen mitzuarbeiten.

Die Menschen können längerfristig 20-30% persönlich zur Rettung der Erde beitragen, mit sehr konsequenter Lebensweise sogar bis 90%.
Es ist gut, dass einzelne Menschen mit den Verhaltensänderungen anfangen, wenngleich sie noch nichts verändern werden - global gesehen.
Der Anfang für eine global relevante Veränderung scheint aber gemacht.

Nur die große Nation USA mit Präsident Donald Trump widersetzt sich der Auffassung der führenden anderen 19 Nationen auf der Erde, Verhaltensänderung herbeiführen zu müssen.

Die jetzt in Deutschland exponentiell ansteigenden Rufe nach einem Innehalten, nach einer Rückbesinnung auf die Natur und damit -indirekt – auch zu mehr Vernunft entwickeln sich. Die Jugend scheint hellwach und in weiten Teilen schon geschlossen. Internet-Netzwerke mit Millionen Followern formieren sich.

Schnell sind diese großen Netzwerke zustande gekommen; wie mächtig sie dauerhaft sein können, ist offen.
Noch wissen Politiker nicht, wie sie damit umgehen können, denn ohne die Steuergelder der Etablierten sind sie machtlos.

Es wird somit darauf ankommen, dass die etablierten Mächte anstehende Veränderungen für sich in einen Vorteil lenken können, und dass große neue Unternehmungen entstehen.


Ein Sinnbild für das was die Menschen im 21. Jahrhundert erwartet ist Folgendes:

Es ist angelehnt an die Gesetze der Thermodynamik, die zum Verständnis von  unendlich vielen Reaktionen, die in jedem Moment ablaufen, beitragen:

Ein Ausgangszustand (hier unsere Vergangenheit / Gegenwart) wird durch Aufwendung einer Aktivierungsenergie in einen Energie-ärmeren Zustand gebracht. Alles Natürliche strebt somit kontinuierlich einem Energie-ärmeren Zustand zu. Diese Energie-ärmeren Zustände können vielfältiger als die Ausgangslage sein (mehr Farben).

Hilfsmittel wie Katalysatoren können die Aktivierungsenergie herabsetzen.

Proteste der Menschen stellen somit eine Aktivierungsenergie dar für mögliche Veränderungen. Geld und Macht können Katalysatoren sein.  Ein wirksamer Katalysator könnte die vermehrte menschliche Vernunft werden.

Was jetzt als Dringendstes passieren muss:
Wir müssen immer mehr auf die den fossilen Brennstoffen verzichten!
Es gilt die Wind und Sonnen-Energie noch viel besser zu nutzen.
Hier sind Erfinder (Chemiker, Physiker, Techniker …) als Allererste gefragt.
Manager, Wirtschaftsfachleute, Juristen, Politiker werden diese Primär-Aufgabe nicht schaffen. Sie kommen später ins Spiel.
Es gibt bereits zielführende Ansätze.

Das Diagramm fasst nochmals zusammen:
Der grüne Weg ist der mit mehr Vernunft. Die Zacken in der roten Kurve bedeuten Kriege. 

Der zentrale Strang in den Kurven besteht aus den vier Haupteinflüssen. Um diesen herum sind mehr oder weniger große Randerscheinungen, z.B. ein politisches Thema wie die LKW-Maut. Man könnte den Eindruck gewinnen, als wäre das der Nabel der Welt. Mit dem was politisch global zu tun ist, hat das wenig zu tun.

Auch die Gerechtigkeitskampagne der SPD greift - global gesehen - viel zu kurz.

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METTMANN  |  3. JANUAR 2019

Gastbeitrag: So hat Mettmann gute Entwicklungschancen

   

Von Philipp Nieländer

In unserem heutigen Gastbeitrag führt Dr. Peter Feyen, unter anderem Gründer der Bürgergenossenschaft "VierViertel für Mettmann", aus, dass Mettmann für Veränderungen einzelne Menschen braucht, die sich in Teams zusammenfinden, um an einem Ziel zu arbeiten.

 

 

Bei der Posthalterei besteht – im Förderfalle – die Chance, dass sich ein erstes „bürgerschaftliches Team zur Stadtentwicklung“ zusammenfindet, meint Dr. Peter Feyen, der auch diese Skizze erstellt hat.

Als Mettmann 904 zur Stadt erkoren wird, leben ca. 200 Menschen hier. Das Leben wird demnach schon ein bis zwei Jahrhunderte vorher begonnen haben, als es in dem ca. 2 °C wärmeren Rheingraben einigen „zu eng“ wurde. Die Mönche aus Kaiserswerth kommen, um das Christentum zu verbreiten. Mit ihren Erfahrungen verhelfen sie den Menschen zu ertragreicheren Ernten. Aus Dankbarkeit bauen sie ab 1184 den über 50 Meter hohen Kirchturm mit drei Schiffen aus vulkanischen Gesteinen in romanischer Bauweise. Die Kirche mit ihrem Turm erzielt hohes seelsorgerisches Ansehen bis ins Umland hinein.

Vielleicht der Grund dafür, dass Mettmann 1424 zur „Freiheit“ mit weitreichenden Rechten und Pflichten erhoben wird vom Herzog von Berg? Die Schützenbruderschaft St. Sebastianus wird 1435 gegründet, um die Stadt im Konfliktfall zu verteidigen. Ende des Jahrhunderts (28. August 1496) wird der Humanist Konrad Heresbach geboren, der 50 Jahre dem Klevischen Hof als Prinzenerzieher und Berater dient. Seine Bücher über die Landwirtschaft sind vielbeachtet. Durch seine Freundschaft zu Johann Gogreve, berg. Kanzler und wohnhaft auf Schloss Hellenbruch, bleibt er immer in Kontakt zu Mettmann.

Einzelne Mettmanner brechen auf in die Welt, um ein wirtschaftliches Auskommen zu erlangen. Die, die es zu Wohlstand bringen (z. B. in der Hanse), schicken Spenden an die Stadt. 1546 tritt unser 3000-Seelen-Dorf unter der Führung des jungen Kaplans Diedrich Heiß praktisch geschlossen zur reformierten Kirche über. Nur fünf katholische Familien (25 Personen) bleiben übrig.

1673: Mettmann lebt von der Strata Coloniensis. Die Freiheit Mettmann hat 1719 Einwohner, 155 Häuser, 178 Weber, 153 Bauern, 47 Handwerker, 4 Händler, 2 Müller und 41 Wirte und Vorspänner (!). Die Posthalterei, die es heute zu erhalten gilt, ist eine solcher „Raststätten“. In dieser Zeit werden viele Häuser am Markt, der Oberstraße, der Mühlenstraße gebaut.  In Mettmanns Umgebung sind erste Bauernhöfe und Kornmühlen ab dem 14. Jahrhundert entstanden.

Große Zäsur durch die Industrialisierung

Eine große Zäsur in der Stadt beginnt mit der Industrialisierung ab 1804 (die Kratzenfabrik Peter Wolters). Man versäumt es, sich um Stadtplanung und Verkehr weitsichtig zu kümmern. Der Bau der überdimensionierten Stadthalle, 1981, trägt leider mit dazu bei, dass die frühen Fehlentwicklungen aufgrund der angespannten Finanzlage nicht korrigiert werden können.

So versucht Mettmann bis heute, die Stadtentwicklung „einigermaßen“ hinzubekommen. Dadurch aber, dass sie keine einträglichen Gewerbesteuern hat, die Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen könnten, muss sie voraussichtlich noch eine halbe Ewigkeit so weiter machen, wenn nichts Neuartiges geschieht. Nun ist aber Mettmann nichts außergewöhnliches. Vielen Städten in NRW geht es wirtschaftlich viel schlechter.

„Wie oft im Leben haben Nachteile auch Vorteile.“

Und wie oft im Leben, haben Nachteile auch Vorteile. So beispielsweise unser Grüngürtel, der nicht durch Industrie zugebaut ist. Ein weiterer Vorteil: die Mieten sind verglichen mit den reichen Rheinstädten Köln und Düsseldorf günstig. Kein Wunder also, dass Mettmann heute eine Familienstadt ist. Die Kinder können von hier aus bequem lernen und studieren. Mettmann zählt zu den 40 einkommensreichsten Städten in Deutschland (die Kommune ist allerdings bettelarm). Die Dinge des täglichen Lebens sind (im Überfluss) vorhanden, das kulturelle Angebot ist gut. Wer mehr möchte, ist schnell in den nahe gelegen Zentren, wo ebenfalls alles (im Überfluss) abgreifbar ist.

Das Sozialleben in der Stadt ist – wie allgemein in Deutschland – das Ergebnis der Industrialisierung, die zu Wohlhaben, aber auch zu einer Entfernung zwischen den Menschen geführt hat, sowie der Jahrtausende alten hierarchischen Strukturen – immer mit Siegern und Verlierern. Die globale, digitale Erde funktioniert aber zunehmend nicht mehr mit diesen Systemen. Die ersten Veränderungen: Verflachung von Führungsstrukturen und Teambildungen, wenn es um Spitzenleistungen geht.

Dass Deutschland seit Einführung der Filterzigarette eine „Entlastungsgesellschaft“ geworden ist, haben wir 2018 zum ersten Male am eigenen Leibe erfahren als Folge des veränderten Jetstreams. Wenn jetzt die Jugendlichen anfangen, für den Erhalt des Globus zu kämpfen, ist das ein allererstes Aufbäumen in der breiten Gesellschaft. Ob ihnen allerdings – wie den vielen Mahnern seit den 1960er Jahren – gefolgt werden wird, ist noch offen.

Veränderungen bedürfen 1. einer Aktivierungsenergie: Veränderungen entstehen 2. (normalerweise) durch: Schmerzen, Notlage, große Ziele. Für Veränderungen braucht Mettmann also einzelne Menschen, die sich in Teams zusammenfinden, um an einem Ziel zu arbeiten. Ein Verharren im Ist bedeutet nicht nur nach Albert Einstein „Wahnsinn“. Vielmehr steht zu erwarten, dass es zu spät sein wird, um einen Ausweg aus der entstandenen Not zu schaffen, wenn nicht jetzt gehandelt wird.

„Auf die Politik alleine zu hoffen, wäre fahrlässig.“

Nur Einsicht und Begeisterung werden uns zu einer Weiterentwicklung bringen. Auf die Politik alleine zu hoffen, wäre fahrlässig. Denn Politik folgt üblicherweise gesellschaftlichen Veränderungen (Beispiel Wiedervereinigung Deutschlands); im Augenblick hat man eher den Eindruck einer Überforderung bei der Lösung der anstehenden Aufgaben.

Die kleine Bürgergenossenschaft VierViertel für Mettmann eG, gegründet 2013, setzt darauf, dass sich Menschen für die Stadtentwicklung zusammentun. Für Anfang 2019 ist von der Bezirksregierung Düsseldorf der Bescheid zur Posthalterei gemäß Heimat-Zeugnis angekündigt. Hier besteht – im Förderfalle – die Chance, dass sich ein erstes „bürgerschaftliches Team zur Stadtentwicklung“ zusammenfindet.

Gelingt dieser Schritt, werden auch weitere positive Gedanken in der Stadt Einzug halten. Und dann werden viele weitere – durchaus machbare – Ideen mit neuer Zuversicht angegangen werden – zusammen mit Politik und Stadt.