Projekt- und praxisbezogenes Arbeiten


Operative Vorgehensweise

Eine enge Kooperation mit Akteuren aus Immobilien-, Standort- und Werbegemeinschaften sowie die Thematisierung der Problematik leer stehender Gewerbeeinheiten, Gebäude bzw. „schwieriger“ Immobilien ist ausdrücklich erwünscht.

 

Altes bewahren und Neues schaffen haben den gleichen Stellenwert.

 

Es werden öffentliche bzw. halböffentliche Nutzungsideen bevorzugt.

Im Idealfall lassen sich Leben, Arbeiten, Kultur und Kommunikation innerhalb der Projekte und im Umfeld miteinander kombinieren.

 

Die Genossenschaft setzt bauliche Maßnahmen und Nutzungsideen pointiert dort um, wo renditeorientierte Investoren ausscheiden. Es sollen Initialzündungen gegeben werden, die Nutzern und Anwohnern ermöglichen sollen, an der Viertelentwicklung Anteil zu nehmen.

 

Das kann z.B. mit der Sanierung von spezifischen Häusern,

Wohnungen, Arealen und damit zur Unterstützung des notwendigen Erneuerungsprozesses im Umfeld dieser Objekte geschehen.

Als zentrales Handlungsfeld ist die Herausbildung von kleinteiligen Nachbarschaften (z.B. in Haus-/Wohn-gemeinschaften) angedacht, um den Aufbau und die Stabilität von sozialen Strukturen zu fördern.

 

Neben der Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens nach innen sollen die sozialen (externen) Beziehungen z.B. zu gastronomischen oder kulturellen Angeboten durch die Genossenschaft verbessert werden.

 

Welche Projekte durch die Genossenschaft initiiert, entwickelt oder bearbeitet werden können, hängt von ihren finanziellen Mitteln und der zur Verfügung stehenden Manpower ab. Hier sind nicht nur Anteilseigner und Investoren gefragt, sondern z.B. auch Handwerksbetriebe, die sich mit ihrer Profession einbringen.

 

Ebenso werden Sachzwänge, Vorschriften und vor allem ein „Mitziehen“ und „Wohlwollen“ von Politik und Verwaltung eine große Rolle spielen. Deswegen ist es enorm wichtig, dass die Genossenschaft eine breite und gewichtige Basis in der Bürgerschaft findet.



Aktuell beteiligen sich bei der „VierViertel für Mettmann eG“

35 Anteilseigner (mit 65 Anteilen) in folgenden Projekten:

  • Überplanung der verfallenen „Overhoff‘schen Höfe“ im Stadtzentrum und Re-Urbanisierung des Hinterhofareals
  • Renovierung  maroder Fassaden am historischen Markplatz und an der oberen Mühlenstraße, damit Beseitigung eines Jahrzehnte währenden Schandflecks.
    Bauanträge, Förderanträge, Vermittlung zur Unteren Denkmalbehörde und dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege
  • Plakative Präsentation der Stadtgeschichte Mettmanns in Jahrhundert-Schritten mit Zukunftsausblick zur 1111-Jahr-Feier
  • Maßgebliche Unterstützung des Eigentümers bei der Sanierung vom Verfall bedrohter Häuser in der historischen Altstadt
  • Schaffung eines neuen kulturellen Mittelpunktes in der Altstadt durch das Kunsthaus Mettmanns e.V. durch Vermittlung zum Vermieter und aktive Unterstützung des Vereins
  • Verbesserung des äußerlichen Umfeldes des Kunsthauses
  • Beseitigung eines Angst-Raumes durch die Beleuchtung der alten Kirchtreppe mittels Verfügungsfonds und Fassaden-Sanierungsprogramm
  • Sanierung der an der Kirchtreppe angrenzenden Hausfassaden durch Vermittlung zwischen den Eigentümern und Beantragung von Fördergeldern.
  • Nutzungsfindung für leer stehende Immobilien

Im „Ideen-Mining“-Workshop der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster widmete sich die Genossenschaft einem ergänzenden Projekt:

Ein unabhängiges, sich selbst verwaltendes, Jugendzentrum.

Auf über 600 Quadratmeter Nutzungsfläche eines alten Bauernhofs nahe des Stadtzentrums sollen Jugendliche – organisiert in einer Schülergenossenschaft – ihre Freizeit und Kreativität gestalten, Selbstfindung mit Berufsausrichtung betreiben, sowie eigenständige Projekte durchführen – orientiert an zukünftigen Herausforderungen mit Wertschöpfungscharakter.

Das Projekt befindet sich aktuell in der Planungsphase  und birgt ein großes Umsetzungspotential in sich.

Im Ideenwettbewerb 2015-2017 der NRW.Bank hat es mit dem 3. Preis Anerkennung gefunden, zusammen mit den übrigen genossenschaftlichen Aktivitäten.

Die Immobilie wurde Ende der 1970er Jahre von der Stadt Mettmann erworben.