GENOSSENSCHAFTLICHE QUARTIER-ENTWICKLUNG


Die Gründung der Genossenschaft – ein weiterer konsequenter Schritt

Die umzusetzenden Projekte eines ehrenamtlichen Vereins sind kapazitätsmäßig und finanziell allerdings sehr begrenzt. Für Projekte einer gewissen Größenordnung sind ökonomisch orientierte und rechtlich verbindliche Organisationsstrukturen für mögliche Investoren unabdingbar.

Das zeigte sich besonders an der Projektierung eines heruntergekommenen Hinterhof-Areals mitten in der Innenstadt Mettmanns – den so genannten Overhoff‘schen Höfen. Die Re-Urbanisierung der Industriebrache erfordert abhängig von verschiedenen Ausbaustufen bis zu 6 Millionen Euro Investitionsvolumen.

 

Das sollte die Geburtsstunde der genossenschaftlichen Idee sein.

 

Eine Genossenschaft bietet einerseits die Möglichkeit durch viele kleine Anteile eine größere Summe für Entwicklungskosten zu generieren. Sie fordert weiterhin durch die monetäre Beteiligung eine größere Verbindlichkeit der Anteilseigner zur projektorientierten Stadtentwicklung. Zudem entsteht durch den Anteilserwerb eine

identitätsstiftende Verbindung zwischen Bürgern und Stadt bzw. Quartier.

Ebenso gewährleisten die Struktur und die Regularien – durch Kontrolle des Genossenschafts-Verbandes (RWGV) – den städtischen und privaten Partnern eine hohe Rechtssicherheit.

Die Genossenschaft VierViertel für Mettmann eG –

Entwicklung innerstädtischer Lebensräume

bietet einen geeigneten Rahmen...

  •  Maßnahmen der Stadterneuerung, -planung und -gestaltung zu initiieren und öffentlichkeitswirksam zu inszenieren

  • Bürgernahe Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen, die sich an hohen Qualitätskriterien und generations-übergreifenden Perspektiven orientieren

  • Identitätsstiftende (Stadtteil-)Projekte zu entwickeln.

Der Renditegedanke soll nicht im Vordergrund stehen, sondern das bürgerschaftliche Engagement für die Verbesserung der innerstädtischen Lebensqualität.

Der Umgang miteinander ist frei von weltanschaulichen und

ideologischen Grundsätzen. Im Selbstverständnis der Genossenschaft stehen ganzheitliche, langfristige Ziele im Fokus: So z.B.: nachhaltiges Wirtschaften, saubere Technologien, Regulationsmedizin, Bildung nach neuesten Erkenntnissen, intelligente Organisation, durchgängige Information und Kommunikation.



Ziele und Strategie

Schandflecke verschwinden, Quartiere entstehen und die Lebens- und Aufenthaltsqualität steigt – das ist das Ziel von „VierViertel für Mettmann eG“. Um Bürger enger in die Stadtentwicklung einzubinden, renoviert die bürgerschaftliche Genossenschaft gemeinsam mit ihnen heruntergekommene Hinterhöfe und alte, stadtbildprägende Häuser.

 

Die im November 2013 gegründete Genossenschaft „VierViertel für Mettmann eG“ kümmert sich um Immobilien, die für primär renditeorientierte Unternehmen uninteressant sind und für die keine kommunalen Fördermittel bereitgestellt werden können.

 

Bürger aber auch Investoren von außen können Anteilseigner (Anteile zu je 500 Euro) an der Genossenschaft werden und damit wiederum an erhaltenswerten Immobilien, die die Genossenschaft pachtet.

 

Die Genossenschaft entwickelt Nutzungskonzepte, berät Eigentümer und vermittelt potentielle Nutzer. Die Nutzungsidee für eine sanierte Immobile oder ein bis zur Baugenehmigung entwickeltes Projekt kann an einen Bauträger umsetzungsreif veräußert bzw. die Erbpacht übertragen werden.

 

Eine mögliche Rendite von bis zu zwei Prozent ist zwar geringer als die üblicher Immobiliendienstleister, jedoch zielt der Gewinn vor allen Dingen auf die langfristige Steigerung des Verkehrswerts einer Immobilie.

Mit diesem Modell werden Quartiere und ihr Umfeld aufgewertet; Bürger und Stadt profitieren langfristig von besserer Lebens- und Aufenthaltsqualität.

Die Genossenschaft leistet einen wichtigen Beitrag...

  • zur Entwicklung eines Stadtviertels

  • zur Übernahme und Bewirtschaftung von Gebäuden, die für soziale und kulturelle Aktivitäten im Stadtviertel benötigt werden

  • zur Initiierung von Vorschlägen und Lösungen für die Nutzung von Flächen und Gebäuden im Stadtviertel, z.B. Umnutzung von leer stehenden Ladenflächen, Nutzung von Brachflächen, Sicherung eines vom Verfall bedrohten oder zum Verkauf stehenden Hauses

  • zur Förderung eines modernen nachhaltigen Lebens den Ansprüchen der Zeit entsprechend

  • zur Schaffung einer neuen Aufenthalts- und Lebensqualität in der Innenstadt Mettmanns insgesamt

  • zur Verbesserung des Stadtmarketings nach innen und nach außen, mit dem Ziel der verbesserten Nachfrage.


Warum 4/4 bzw. VierViertel?

  • 4/4 ist 1 Ganzes
    Alles soll städtebaulich zusammenpassen, keine bezugslosen Einzellösungen
  • 4/4 ist die Summe aus Teilen
    Genossenschafts-Gedanke, Gemeinsinn, Teilhabe, mittun, investieren
  • 4/4 ist ganzheitlich
    Lebensqualität, Wirtschaft, Bildung, Familie, saubere Technologien, Medizin, Ethik
  • 4/4 ist volles Engagement 
    Leidenschaft statt Halbherzigkeit
  • 4/4 ist für Alle
    ...nicht nur für Eliten
  • 4/4 passt auch zu den Lebensabschnitten der Menschen

4/4 sind Innenstadt-Areale

Ziel der Genossenschaften ist es, die vier übergeordneten Innenstadt-Areale Mettmanns zu einem abgestimmten Lebensraum zusammenzufügen: